Vortrag von Dr. Holger Klatte
Dr. Holger Klatte, Geschäftsführer des Vereins Deutsche Sprache e.V., hielt am 24. April 2012 im Haus der Siegerländer Wirtschaft einen Vortrag mit dem Thema: „Der Wert der Sprache. Deutsch in der Werbung, im Ausland und als Wirtschaftsfaktor“.

Der Referent ging der Frage nach, welche Rolle die deutsche Sprache als Gegenstand und Werkzeug des Geldverdienens in der Werbung, in der Produktion und in der Wirschaft spielt. Dr. Klatte führte Beispiele von deutschen DAX-Unternehmen an, die darauf achten, Angloamerikanismen in ihrer Werbung zu vermeiden. Lobend erwähnte er den Automobilhersteller AUDI, der weltweit auf Deutsch mit dem Werbespruch „Vorsprung durch Technik“ wirbt. Als jüngstes Negativbeispiel nannte der Referent die Firma Unilever, die bis vor kurzem mit dem obzönen Spruch „Fuck the Diet“ geworben hat. Nach Protesten aus dem Inland und dem angelsächsischen Ausland wurde dann der Werbespruch in „Diät - ohne mich“ geändert.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die etwa dreißig erschienenen Zuhörer über die Petition des VDS „Deutsch ins Grundgesetz“ und über „Mehr deutschsprachige Musik im Rundfunk“.

Zum Abschluss übergab der Regionalleiter der VDS-Region 57 „Wortreich“, Jürgen Franke, Dr. Klatte als Präsent eine Bildkollage mit Sehenswürdigkeiten der Stadt Siegen. Der Regionalleiter gab dem Referenten noch mit auf den Weg, dass die VDS-Region 57 sich um Siegen als Veranstaltungsort für eine der nächsten Bundesdelegiertenversammlungen des Vereins Deutsche Sprache bewerben werde.
Krombacher Brauerei wurde „Sprachvorbild 2011“
Am 10. November 2011 wurde der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co KG durch die VDS-Regionalgruppe 57 „Wortreich“ die Auszeichnung „Sprachvorbild 2011“ in Form einer Urkunde überreicht. Uwe Riehs, Geschäftsführer der Krombacher Brauerei, nahm die Anerkennungsurkunde von dem VDS-Regionalleiter Jürgen Franke mit Freude entgegen.

Ausgezeichnet wurde die Krombacher Brauerei, weil sie sich bemüht, in der Werbung für ihre reinen Biersorten auf Großraumplakaten, im Fernsehen und im Internet weitgehend auf überflüssige Anglizismen zu verzichten.

Jürgen Franke: „Die Auszeichnung ist eine Belobigung, wie das Unternehmen mit der deutschen Sprache umgeht. Zugleich soll sie auch einen Anreiz geben, ihre Kunden in einem verständlichen Deutsch anzusprechen. Damit kann die Krombacher Brauerei auch eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen haben.“

Uwe Riehs: „Unsere Brauerei ist Teil einer sich ständig wandelnden Gesellschaft. Trotzdem bemühen wir uns auch in Zeiten der Globalisierung stets um einen entsprechenden Marktauftritt. Da ist die deutsche Sprache für die Krombacher Brauerei mindestens genauso wichtig wie das deutsche Reinheitsgebot.“
ueberreichung (48K)
v.l.: Krombacher Brauerei: Geschäftsführer Uwe Riehs,
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Dr. Franz-J. Weihrauch;
VDS Regionalmitglieder: Jürgen Franke, Hubert Bald,
Wolfgang Graf von Königsmarck, Gisela Wojciechowski
Foto: kalle
urkunde (38K)


Siegener Philosoph erhält 2011 den „Initiativpreis Deutsche Sprache“
Zum elften Mal wurde am 15. Oktober in Kassel der aus drei Teilen bestehende Kulturpreis Deutsche Sprache verliehen. Die Preise werden jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache e.V. vergeben.

Der mit 5.000 Euro dotierte „Initiativpreis Deutsche Sprache“ ging in diesem Jahr an unser Regionalmitglied Professor Dr. Dieter Schönecker von der Universität Siegen. Der Philosoph Professor Schönecker ist Kant-Spezialist und setzt sich für den Erhalt und die Förderung der Wissenschaftssprache Deutsch in seinem Fach ein. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kants Texte nicht in einer englischen Übersetzung, sondern im Original zu lesen und zu ergründen seien. Der Würzburger Germanist Professor Dr. Dieter Klein, Mitglied der Jury Kulturpreis Deutsche Sprache, hob in der Festveranstaltung in Kassel in seiner Laudatio hervor, dass das Deutsche innerhalb der Philosophie Kants unverzichtbar sei: „Dieter Schönecker ist dafür eingetreten, dass die deutsche Sprache beim Studium der Philosophie nicht zu einer Marginalie wird. Die seit dem 18. Jahrhundert maßgeblich von deutschsprachigen Persönlichkeiten, wie Kant, Nietzsche oder Heidegger, geprägte Philosophie ist auch international nur anhand von Originaltexten zu erforschen.“

Der mit 30.000 Euro dotierte „Jakob-Grimm-Preis“ ging an die 31-Jährige Poetry Slam Lyrikerin Nora-Eugenie Gomringer. Die junge Frau spielt mit der Sprache und geht dabei in ihren Texten und Darstellungen bis an die Grenze dessen, was mit Sprache möglich ist.

Der Vorstandvorsitznde Wolfgang Fürstner von der Deutschlandstiftung Integration nahm den undotierten „Institutionpreis“ entgegen. Die Stiftung hat es sich mit ihrer Arbeit zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Migrationshintergrund darin zu bestärken, die deutsche Sprache zu lernen.
Kulturpreis (36K)
Die Preisträger neben einem Bild von Jakob Grimm:
v.l. Prof. Dr. Dieter Schönecker, Nora-Eugenie Gomringer, Wolfgang Fürstner
(Foto: VDS Dortmund)
Auszeichnung von Landrat Frank Beckehoff zum Sprachvorbild 2010
Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe, erhielt von der Region 57 „Wortreich“ des Vereins Deutsche Sprache e.V. die Auszeichnung „Sprachvorbild 2010“. Regionalleiter Jürgen Franke, Delegierter Hubert Bald und Rudolf Rodewald überreichten am 11. November im Kreishaus Olpe in Anwesenheit von Kreisdirektor Theo Melcher und einigen Pressevertretern Frank Beckehoff die Anerkennungsurkunde.
ueberreichung (49K)
v.l.: VDS Mitglieder Rudolf Rodewald, Regionalleiter Jürgen Franke,
Delegierter Hubert Bald. Kreisdirektor Theo Melcher
sowie Landrat Frank Beckehoff
urkunde (50K)


Kaffeehauskonzert in Bad Berleburg fand großen Anklang
Aufgrund des großen Erfolges des Kaffeehauskonzertes in Siegen am „Tag der deutschen Sprache 2009“ wiederholte die VDS-Region 57 „Wortreich“ das Konzert am Sonntag, d. 4. Juli 2010 in Bad Berleburg. In der historischen Umgebung des Bad Berleburger Schlosses boten die Sänger Dieter Korstian und der Pianist Dieter Schaufler in der Schloss-Schänke wieder einen musikalischen Genuss mit deutschen Liedern aus den 20er und 30er Jahren. Bei Kaffee und Kuchen, also in echter Kaffeehausatmosphäre, begannen die Künstler mit dem Lied „Ich breche die Herzen der stolzesten Frau`n“. Die Herzen der Zuhörer wurden zwar nicht gebrochen, aber ihre Herzen wurden mit den nun folgenden eingängigen Melodien aus großen UfA-Filmen, von den Comedian Harmonists oder von Max Raabe schnell erobert. Beim letzten Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ sangen alle Anwesenden fröhlich mit. Für das fast zweistündige Programm gab es schließlich für die Künstler von den ca. 50 erschienenen Zuhörern spontanen Applaus.
Kaffeehauskonzert 2010 (39K)
Foto: Rainer Wojciechowski
Dichterlesung
In der Mitgliederversammlung der Regionalgruppe 57 „Wortreich“ des Vereins Deutsche Sprache las der Siegener Lyriker Uwe Erwin Engelmann vor VDS-Mitgliedern und Gästen aus seinen Werken. Die Veranstaltung fand am 12. April 2010 im Siegerlandzimmer der Siegerlandhalle statt.

Uwe Erwin Engelmann ist ein rumäniendeutscher Schriftsteller aus der deutschsprachigen Minderheit der Banater Schwaben. Er schreibt in den Bereichen Lyrik und Kurzprosa. Engelmann studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Bukarest. 1976 verließ er seine Heimat Rumänien, weil er wegen der Zensur keine Lyrik mehr veröffentlichen konnte. Seit 1980 ist Engelmann Lehrer für Englisch und Deutsch am Städtischen Gymnasium Kreuztal. Er ist Mitglied im Freien deutschen Autorenverband und im Internationalen Pen Club Exil, Vorsitzender des Dichterstammtisches Siegen und war bis 2001 Vorsitzender der Literaturabteilung der Künslergilde NRW. Uwe Erwin Engelmann hat mehrere Lyrikbände veröffentlicht, daneben sind Gedichte und Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien abgedruckt worden. 2009 wurde er mit dem Inge-Czernik-Preis für Lyrik ausgezeichnet.

Vor Beginn seiner Lesung berichtete Uwe Erwin Engelmann über Stationen in seiner Biographie. Seine vorgetragenen Gedichte und Kurzgeschichten reflektierten immer wieder in verständlicher Sprache lebensgeschichtlich bestimmte Begebenheiten und Emotionen seines Alltages:
urkunde (60K)
wenn ich traurig bin
schreibe ich Gedichte

in welchen
ich mir vorstelle
und mir sage
wie glücklich ich bin

in welchen
ich von Schmetterlingen
im Bauch und von einer
glücklichen Zukunft erzähle

Und...

wenn ich glücklich bin
schreibe ich nicht

Sprachvorbild 2009
Die VDS-Regionalgruppe „Wortreich“ wählte in diesem Jahr Herrn Wolfgang Thomas zum „Sprachvorbild 2009“. Herr Thomas setzte sich als Chefredakteur der Siegerlandausgabe der Westfälischen Rundschau dafür ein, am „Tag der deutschen Sprache 2008“ eine möglichst anglizismenfreie Ausgabe der Westfälischen Rundschau erscheinen zu lassen. Die Anerkennungsurkunde wurde ihm am 30. November 2009 von dem Regionalvorsitzenden Jürgen Franke M.A. und den VDS-Mitgliedern Frau Gisela Wojciechowski und den Herren Wolfgang Graf von Königsmarck und Hartmut Pfeiffer überreicht.
ueberreichung (42K)
Foto: Wolfgang Graf von Königsmarck
urkunde (38K)


Kaffeehauskonzert am „Tag der deutschen Sprache 2009 “
Die Regionalgruppe 57 „Wortreich“ im Verein Deutsche Sprache hatte sich für den „Tag der deutschen Sprache 2009“ etwas Besonderes ausgedacht: Der Sänger Dieter Korstian und Dieter Schaufler am Klavier trugen in Siegen im Haus Oranienstraße Lieder der goldenen zwanziger und dreißiger Jahre vor. Dieter Korstian, im Frack und mit Fliege, erinnerte gekonnt und mit etwas nasaligem Gesang und rollendem R an die Zeit der Comedian Harmonists. Auf der Liste der etwa zwanzig mit Humor vorgetragenen Lieder standen unter anderem die allzu bekannten Ohrwürmer „Ich brech` die Herzen der stolzesten Fraun “, „Man müsste Klavier spielen können“ „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Kein Schwein ruft mich an“. Die etwa fünzig erschienenen Zuhörer genossen sichtlich und mit viel Schmunzeln alle Lieder mit den orginellen deutschen Texten. In der Konzertpause hatten die Gäste Gelegenheit, sich über die Arbeit des Vereins Deutsche Sprache zu informieren. Finanziell gefördert wurde die Veranstaltung zum Teil von der Volksbank Siegerland eG.
Feierliche Preisverleihung an die 4. Klassen Freudenberger Grundschulen
Die Veranstaltung zur Preisverleihung des Schreibwettbewerbs "Naturzerstörung - Naturbewahrung - Verantwortlicher Umgang mit den Gaben der Natur" fand am Freitag, d. 6. März 2009 statt. Dazu waren etwa 70 Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen der Grundschulen Freudenberg und Freudenberg-Alchen vom Verein Deutsche Sprache e.V. der Region 57 „Wortreich“ in den neuen Ratssaal der Stadt Freudenberg eingeladen worden.

Der VDS-Regionalvorsitzende Jürgen Franke begrüßte die Jungen und Mädchen der beiden Grundschulen als die Hauptpersonen der Veranstaltung und ihre Klassenlehrerinnen, die ihre Schüler und Schülerinnen zur Teilnahme am Schreibwettbewerb angeregt und sie bei ihrer Arbeit im Unterrichr betreut hatten.

Der Regionalvorsitzende bedankte sich bei dem anwesenden Bürgermeister der Stadt Freudenberg, Eckhard Günther, für dessen spontane Bereitschaft, die Schirmherrschaft für den Schreibwettbewerb an Freudenberger Grundschulen zu übernehmen.

Der Bürgermeister begrüßte die Viertklässler, hieß sie im Rathaus herzlich willkommen und lobte sie dafür, an einem Schreibwettbewerb teilgenommen zu haben, denn er würde lieber „schwätzen“ als etwas schreiben.

Jungen und Mädchen aus den vier am Schreibwettbewerb teilnehmenden Grundschulklassen trugen nun von ihnen ausgesuchte Texte aus ihren Klassenmappen vor. Dabei ging es um die Themen Müllvermeidung, Luftreinhaltung, Energieeinsparung, Wasser und Wasserreinhaltung und durch den Menschen verursachte Landschaftsveränderungen- und zerstörungen in der Nähe ihres Heimatortes.

Musikalisch umrahmt wurden die Vorträge durch eine Flötengruppe der Grundschule Freudenberg -Alchen und dem von der Grundschule Freudenberg vorgetragenen Lied vom tropfenden Wasserhahn „Tipi-Tip-Tropf“

Einleitend zu der nun mit Spannung erwarteten Preisverleihung betonte der VDS- Regionalvorsitzende, dass das Bewertungsgremium sehr viel Freude bei der Durchsicht der Schülerarbeiten hatte, denn alle phantasievollen Geschichten, Verse, Befragungsprotokolle und Rätsel waren in einwandfreier Rechtschreibung und ordentlicher Schrift sorgfältig angefertigt worden. Ausgeschmückt und umrahmt waren die Texte mit bunten Zeichnungen. Es sei zwar nicht leicht gewesen, eine Abstufung bei der Bewertung der eingereichten Arbeiten vorzunehmen, dennoch sei man schließlich zu einem klaren Ergebnis gekommen.

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Foto: Klaus Kuhn
Jeder Klasse wurde nun ein „Grundschul-Lexikon“ aus dem Dudenverlag und eine Urkunde des Vereins Deutsche Sprache über die Teilnahme am Schreibwettbewerb überreicht. Die Geldpreise nahmen die Klassenlehrerinnen für ihre Klassen entgegen:

1. Preis: Grundschule Freudenberg-Alchen, Klasse 4b: 300,00 Euro

2. Preis: Grundschule Freudenberg, Klasse 4b: 200,00 Euro

3. Preis: Grundschule Freudenberg, Klasse 4a: 100,00 Euro

4. Preis: Grundschule Freudenberg-Alchen. Klasse 4a: 75,00 Euro

Abschließend betrachtet die VDS-Regionalgruppe 57 „WortReich“ den Schreibwettbewerb für Freudenberger Grundschulen als erfolgreich, da anhand des gestellten Themas nicht nur eine Umweltproblematik angesprochen wurde, sondern weil auch die Schüler und Schülerinnen sprachlich gefördert werden konnten, indem sie ihr Wissen, ihre Gedanken und Gefühle in verschiedenen sprachlichen Bearbeitungsformen zum Ausdruck bringen mussten.
Bäckerei Hesse als „Sprachvorbild 2008“ ausgezeichnet
Die Großbäckerei Hesse aus Kirchhundem-Welschen-Ennest wurde auf der Mitgliederversammlung vom 03. November 2008 zum „Sprachvorbild 2008“ in der VDS-Region 57 gewählt. In Anwesenheit einiger VDS-Mitglieder und Pressevertretern überreichte der Regionalvorsitzende Jürgen Franke am 26. November 2008 die Anerkennungsurkunde an den Firmeninhaber Reinhard Hesse.
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Foto: Wolfgang Graf von Königsmarck
urkunde (38K)


„Tag der deutschen Sprache“am 13. September 2008
Die WR versucht es: Weniger Englisch. So lautete die Titelzeile in der Lokalausgabe der „Westfälischen Rundschau“ am „Tag der deutschen Sprache 2008“. Außerdem befassten sich mehrere Artikel auf den Innenseiten der WR mit dem Thema, ob die Verwendung englischer Ausdrücke in der deutschen Sprache nötig sei. Die Redaktion bemühte sich, eine möglichst anglizismenfreie Ausgabe an diesem Tag herauszubringen. Wir danken dem Chefredakteur der Lokalredaktion Siegen, Herrn Thomas, der eine solche Aktion zum „Tag der deutschen Sprache“ möglich gemacht hat.
Auch die Werbebranche trägt Verantwortung für Sprache
Falk Al-Omary zu Gast beim VDS e.V.
Mit dem Thema Unternehmensförderung und Sprache beschäftigte sich die jüngste Mitgliederversammlung des Vereins Deutsche Sprache (VDS) in der Region Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen. Dabei stand vor allem das Thema der so genannten Anglizismen im Mittelpunkt, die insbesondere in den täglichen Werbebotschaften immer mehr an Raum gewinnen.

Als Gastredner der Veranstaltung sprach der Unternehmens- und PR-Berater Falk Al-Omary aus Siegen, der gleich zu Beginn deutlich machte, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht davon abhänge, ob die gewählten Werbesprüche in englischer oder deutscher Sprache verfasst seien. Viel wichtiger für einen guten Werbespruch seien die Eingängikeit und die Vereinbarkeit mit dem Sprachempfinden des jeweiligen Marktes. &bdquo:Diese Erkenntnis spricht nicht grundsätzlich gegen englische Werbesprüche, macht deren Gebrauch aber schwerer“, so Al-Omary. Da viele Deutsche der englischen Sprache weit weniger mächtig seien als viele Werbeagenturen insbesondere im Ausland glauben, seien schon englischsprachige Werbesprüche gescheitert. Eine Notwendigkeit für englische Werbebotschaften gebe es also nicht.

Auch kritisierten die Anwesenden, dass viele englische Werbesprüche auch schlichtweg falsch seien oder im englischen und amerkanischen Sprachraum gar andere Bedeutungen hätten als hier. In diesem Zusammenhang betonte Al-Omary, dass auch die Werbung und deren Macher eine Verantwortung für Sprache hätten. „Es ist bedauerlich, dass schlechtes Deutsch und falsches Englisch heute zum Alltag in der Werbung gehöre“.
( Pressemitteilung von Jürgen Franke M.A.)
Leserbrief in der Westfälischen Rundschau vom 22.04.2008:
Anglizismen verhunzen die deutsche Sprache.
Betr. WR-Artikel„Die Hüter der deutschen Sprache“
Die Thesen, die der in Siegen gegründete Zweigverein der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) aufstellt, können in zwei Punkten nicht unwidersprochen bleiben.

Nach einer These der GdfS stellen die in die deutsche Sprache eingedrungenen Anglizismen keine Gefahr für die Pflege der deutschen Sprache dar.

Diese These ist schlichtweg falsch. Jeder von uns erfährt im Alltag, wie in den Medien, in der Werbung und in der Umgangssprache Anglizismen unsere schöne, ausdrucksreiche, deutsche Sprache verhunzen. Durch das weit verbreitete Einfügen von Anglizismen und die Vermischung von Deutsch und Englisch zum sogenannten Denglisch ist das Deutsche in vielen Bereichen zu einer „Möchtegern-Sprache“ mutiert.

Dass dieser Vorgang ein naturlicher Sprachwandel sei, wie oft argumentiert wird, ist leicht zu widerlegen. Ein natürlicher Sprachwandel ist in der Sprachgeschichte vom Volke ausgegangen, und nicht wie in der Gegenwart, in der Anglizismen und Denglisch von der Werbung und den Medien verbreitet werden.

In einer weiteren These vertritt die GfdS die Auffassung, dass kein deutsches Wort durch ein englisches verdrängt worden sei. Wir erleben doch täglich, wie viele deutsche Wörter kaum noch benutzt werden. Stattdessen verwendet man Anglizismen wie highlight, event, outfit, sale, news. service point und andere mehr. Übrigens widerspricht sich die GfdS selbst, wenn sie anschließend fordert, die Deutschen müssten mehr für die aktive Pflege ihrer Sprache tun.

Es ist schon kurios, wenn anlässlich der Gründung des Siegener Zweigvereins der GfdS ein Vortrag mit dem englischen Titel „English rules the world“ gehalten wird. Wirkliche Hüter der deutsche Sprache würden erkennen, welche Gefahr für die deutsche Sprache durch das Vordringen der Anglizismen ausgeht.

Der Verein Deutsche Sprache e.V. mit seinen etwa 30 000 Mitgliedern im In- und Ausland hat diese Gefahr jedenfalls erkannt und versucht, die deutschsprachige Bevölkerung auf die Gefährdung des Kulturgutes deutsche Sprache aufmerksam zu machen.

Jürgen Franke M.A.
Triftstraße 28
57258 Freudenberg
Besichtigung der Bäckerei Hesse
urkundenuebergabe (34K)
Foto: Bäckerei Hesse
Am 19. November 2007 besuchten VDS-Mitglieder und Gäste die Großbäckerei Hesse in Welschen-Ennest. Bei der Begrüßung durch den Betriebsleiter wiesen wir selbstverständlich auf den Verein Deutsche Sprache und dessen Ziele hin. Lobend erwähnten wir die einfallsreichen deutschen Produktbezeichnungen der Bäckerei Hesse. Bei der anschließenden Besichtigung waren wir von den modernen Fertigungsmethoden und der Vielzahl der verschiedenen Backwaren beeindruckt. Zum Abschluss konnten wir uns noch in geselliger Runde von der Qualität der Backwaren in Form eines reichhaltigen Frühstückes überzeugen.
Tag der deutschen Sprache
Am Tag der deutschen Sprache, Samstag, d. 8. September 2007, standen Mitglieder der VDS-Region 57 mit einem Informationsstand vor der Buchhandlung „Am Kölner Tor“ in Siegen. Es fand u.a. eine Unterschriftensammlung zur Aktion „Deutsch ins Grundgesetz“ statt. Es konnten 80 Unterschriften gesammelt werden.
Sprachwahrer 2007
Die Mitgliederversammlung der VDS-Region 57 wählte am 16. Juli die Volksbank Siegerland e.G. zum Sprachwahrer 2007. Die Überreichung der Anerkennungsurkunde „Sprachwahrer 2007“ fand am Donnerstag, d. 6. September um 11.oo Uhr in der Hauptstelle der Volksbank Siegerland e.G. in Siegen statt. In angenehmer Atmosphäre wurde sie in Anwesenheit von lokalen Pressevertretern und Radio Siegen von dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Siegerland, Herrn Norbert Kaufmann, mit dankenden Worten entgegengenommen. Die Laudatio der Anerkennungsurkunde lautete:

In Anerkennung der Verdienste um die Pflege der deutschen Sprache wählte der Verein Deutsche Sprache e.V. Region 57 die Volksbank Siegerland e.G. zum Sprachwahrer 2007.
Begründung:
Seit 2000 schreibt die Volksbank Siegerland e.G. alle zwei Jahre den vo:pa Literaturwettbewerb aus, um die regionale Sprachkultur im Hinblick auf verschiedene Literaturformen zu fördern.

Mit einer Lesung des bekannten Autors Bastian Sick wurde eine Veranstaltung angeboten, die das Gefühl für die deutsche Sprache schärfen sollte.

Zur Unternehmensphilosophie der Volksbank Siegerland e.G. gehört eine sprachlich allgemein verständliche Kommunikation mit Ihren Mitgliedern und Kunden.

Tag der deutschen Sprache, 8. September 2007

Verein Deutsche Sprache Region 57
urkundenuebergabe (47K)
von rechts: Vorstandsvors. d. Volksbank Siegerland Norbert Kaufmann, VDS-Regionalvors. Jürgen Franke, stellv. VDS-Regionalvorsitzender Wolfgang von Königsmarck, VDS-Delegierter Erhard Dietermann
Ärgernis Anglizismen
„Ärger mit Denglisch?“
Schreiben Sie uns, rufen Sie uns an. Wir ächten Dummdeutsch genauso, wie wir Denglisch oder Engleutsch verachten. Wir geben Rat, wenn Sie sich gegen überflüssige Anglizismen wehren oder dagegen protestieren wollen. Beispiele finden Sie auch unter "Sprachpanscher/ Sprachvorbild der Region".