Die (Postleitzahlen-)Region 57 liegt im Südosten Westfalens, grenzt an Hessen
und Rheinland-Pfalz, umfaßt im wesentlichen den Kreis Siegen-Wittgenstein,
den Kreis Olpe und östliche Teile des Westerwaldes sowie südliche Teile von
Altenhundem.
Die VDS-Region 57 existiert seit 1997 und hat z. Zt. 86 Mitglieder.( Stand 16.04.2012 )
Jürgen Franke M.A. aus Freudenberg nimmt das Amt des Regionalleiters
der Region 57 wahr.
Als stellvertretender Regionalleiter ist Wolfgang Graf von Königsmarck aus
Siegen tätig.
Hubert Bald, Bad Berleburg, und Hartmut Pfeiffer, Netphen, fungieren als Delegierte.
Pressewart ist Stephan Laubach.
Die Mitglieder der Region treffen sich einmal pro Quartal zum Meinungsaustausch und zur
Planung von Veranstaltungen. Termine werden in der örtlichen Presse veröffentlicht,
stehen unter „Termine“ im Internet, werden durch Rundschreiben bekanntgegeben
oder können beim Regionalleiter erfragt werden.
Hartmut Pfeiffer
Das Siegerland
Unser kleines Land ist eine von Tälern durchzogene Mulde zwischen dem
Bergischen Land im Westen, dem Sauerland im Norden, dem Wittgensteiner Land
im Osten und dem Westerwald im Südwesten. Die einzige Öffnung nach Westen ist
das Siegtal über Betzdorf zum Rhein. Im Rothaargebirge im Osten entspringen
die Flüsse Sieg, Eder, Lahn.
Seit der Keltenzeit, etwa 500 v. Chr., bis vor einigen Jahrzehnten wurde
Eisenerz abgebaut und verarbeitet. Die Eisen und Stahl verarbeitende Industrie
besteht noch heute.
Das Siegerland ist vergleichsweise klein: von Norden nach Süden sind es
etwa 35, von Osten nach Westen an der breitesten Stelle etwa 25 Kilometer.
Der Gesamtkreis Siegen-Wittgenstein hat eine Größe von 1.131qkm und etwa
190.000 Einwohner. Die Kreisstadt mit etwa 109.2000 Einwohnern ist Siegen,
aufgrund der Krone an der Nikolaikirche von ihren Bewohnern auch liebevoll
Krönchenstadt genannt.
Erschlossen wurde das Siegerland 1861 durch die Bahnlinien Hagen-Siegen-Gießen
und Siegen-Köln. In neuerer Zeit kamen die Autobahnen A45 von Dortmund über
Siegen nach Süden und die A44 von Olpe nach Köln hinzu und dienen den vielen
Wirtschaftsunternehmen der Region mit ihren internationalen Beziehungen. Die
Universität Siegen hat weithin einen guten Ruf und wird von etwa 15.000
Studenten besucht.
Die Stadt Siegen mit zwei Schlössern und etlichen malerischen Orten wie
Hilchenbach, Freudenberg und Burbach zieht Gäste selbst aus den Niederlanden an.
In Siegen residierten bis 1743 die Grafen, später Fürsten von Nassau-Siegen.
Noch wird vielfach der typische „rollende“ Siegerländer Dialekt gesprochen, der
zu den rheinfränkischen Sprachen gehört. Auf englisch/amerikanische Brocken
verzichten wir aber gerne.
Alfred Stähler (verst.)
Wittgenstein
Die Region Wittgenstein im Nordosten des Kreises Siegen-Wittgenstein - bekannt
auch als das „Wittgensteiner Land“ - mit ca. 45000 Einwohnern ist identisch
mit dem Altkreis Wittgenstein, der 1975 im Zuge der Gebietsreform mit dem Kreis
Siegen zusammengelegt wurde. Der industriearme aber waldreiche Altkreis
Wittgenstein mit den heutigen Großgemeinden Bad Laasphe, Erndtebrück und Bad
Berleburg (letztere ehemals Kreisstadt) entstand 1816 und gehörte damals zur
Provinz Westfalen. Er ging im Jahre 1801 aus den beiden ehemaligen Grafschaften
entstandenen kleinen Fürstentümern Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit der
Residenzen Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein mit der Residenz
Laasphe hervor. Zu den Residenzstädtchen, von denen die historischen
Altstadtteile gut erhalten und sehenswert sind, gehören jeweils heute noch
existierende Schlösser. Besonders erwähnenswert ist das Schloß der Fürsten
zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, welches als Baudenkmal von internationalem
Rang eingestuft ist, besichtigt werden kann und in welchem weithin bekannte
Schloßkonzerte und internationale Musikfestwochen stattfinden. Beide ehemalige
Grafschaften sind seit etwa 800 Jahren nachweisbar.
Das Wittgensteiner Land, im „Naturpark Rothaargebirge“
(www.naturpark-rothaargebirge.de) gelegen, mit seinen bis auf 790 m
ansteigenden Höhen gehört zu den waldreichsten Regionen Deutschlands.
Es ist eine aufstrebende touristische Region und überhaupt ein
„Wanderparadies“. Kaum sonst in Deutschland findet man derart ausgezeichnete
Wanderwege von insgesamt 2755 km Länge, von denen viele direkt zum
„Rothaarsteig“ auf dem Kamm des Rothaargebirges gehören.
Bad Laasphe und Bad Berleburg haben sich seit den 70er Jahren zu renommierten
Klinikstandorten entwickelt. Bad Berleburg weist mit sieben Kliniken
mittlerweile ca. 1400 Klinikbetten auf. Der Ort Erndtebrück ist u. a. seit
1966 Garnisonsstandort der Bundeswehr (Luftwaffe).
Hubert Bald
Der Kreis Altenkirchen
Der Kreis Altenkirchen gehört zum Regierungsbezirk Koblenz und zum Bundesland
Rheinland-Pfalz. Er gliedert sich in die acht Verbandsgemeinden Altenkirchen als
Kreisstadt, Betzdorf, Daaden, Flammersfeld, Gebhardshain, Hamm, Kirchen, Wissen und
die verbandsfreie Stadt Herdorf. Nahezu 50 Prozent des Kreisgebietes sind mit Wald
bedeckt. Die reizvolle Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes zieht viele
Erholungssuchende für einen Wochenend-, Kurz- oder Langzeiturlaub an. Zum Vorteil
für den Tourismus wie auch für den Wirtschaftsstandort im Kreis Altenkirchen gereichen
dabei die guten Verkehrsanbindungen zu den Städten Koblenz, Köln, Bonn, Siegen und
Frankfurt. Die hohe Wohnqualität im Landkreis beruht auf die gute Erreichbarkeit
verschiedener Schulangebote, vielfältige Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung,
eine zur Zeit ( 2007 ) unter dem Bundesdurchschnitt liegende Arbeitslosenquote im
Handel und Dienstleistungssektor sowie in Industrieunternehmen. Günstige Grundstückspreise
machen den Kreis Altenkirchen sowohl für private Bauherren wie für Neuansiedlungen von
Unternehmen attraktiv. Erwähnenswert ist auch eine über den Kreis Altenkirchen hinaus
bekannt gewordene historische Persönlichkeit: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, geboren 1818
in Hamm a. d. Sieg. Betroffen von der Not in der Landwirtschaft in der Mitte des
19. Jahrhunderts gründete Raiffeisen als Grundlage für die landwirtschaftlichen
Genossenschaften die noch heute bestehenden Raiffeisenvereine und Raiffeisenkassen.
Jürgen Franke, M.A.
Der Kreis Olpe
„Klein aber fein“, so könnte ein Urteil über den Kreis Olpe kurz und knapp
lauten.
Mit etwas mehr als 141 000 Einwohnern, die auf einer Fläche von ca. 710 qm
leben, ist der Kreis Olpe der kleinste Kreis in Nordrhein-Westfalen. Nach Geschichte und
Landschaft bildet er seit fast zwei Jahrhunderten eine Einheit.
Fast 9/10 der
Kreisfläche stehen unter Landschaftsschutz oder gehören zu einem der drei großen
Naturparke Rothaargebirge, Ebbegebirge und Homert. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft
des Südsauerlandes eignet sich hervorragend als Wander-, Urlaubs- und Naherholungsgebiet.
Zu den touristischen Hauptattraktionen zählen neben dem Biggesee, der größten
Talsperre Westfalens, die Karl-May-Festspiele in Elspe auf der größten Freilichtbühne
Europas, die Atta-Höhle in Attendorn, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands.
Kaum jemand vermutet jedoch in dieser landschaftlich so bevorzugten Gegend eine
starke, mittelständisch geprägte Industrie mit Jahrhunderte alter Tradition, wie sie
durch die Wendener Hütte, die zu den ältesten erhaltenen Eisenhütten Deutschlands zählt,
belegt wird.
Tatsächlich ist der kleine Kreis Olpe inmitten der Wälder und Naturparke einer
der am stärksten industrialisierten Kreise in Nordrhein-Westfalen.Vor allem den gesunden
mittelständischen Strukturen haben wir es zu verdanken, dass der Kreis Olpe seit Jahren
zu den Kreisen im Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit gehört.
Der wirtschaftliche
Erfolg unseres Kreises beruht entscheidend auf der starken Innovationskraft, der
Flexibilität der mittelständisch strukturierten Familienbetriebe, dem langfristig angelegten
unternehmerischen Handeln sowie dem Fleiß und dem Können der hier arbeitenden Menschen.
Der Kreis Olpe gehört damit - wie zahlreiche Studien und Prognosen belegen - zu
jenen Regionen unseres Landes, in denen es sich gut leben lässt und zudem auch künftig eine
positive Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung bescheinigt wird.
Eine im
Dezember 2007 vorgestellte repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allenbach
belegte denn auch, dass 96% der Menschen die Lebensqualität im Kreis Olpe als gut bzw.
als sehr gut beurteilen.
Zu diesem guten Ergebnis tragen jedoch nicht nur die
wirtschaftlichen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen bei. Wir Sauerländer sind
bodenständige Menschen und das Miteinander in unseren Dörfern und Städten wird ganz
wesentlich getragen von zahlreichen Vereinen, Gruppierungen und sonstigen privaten
Initiativen.
Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe